Relaxed Laos

Written by Andy Signer

Butterfly in Laos

Zurück von unseren Tauchferien machten wir einen kurzen Zwischenhalt bei Yvonne in Bangkok. Schnell umpacken, ein Zugticket für Nong Khai (Dritte Klasse) kaufen, ein paar Runden Wii Sports daddeln, Nachtessen in The Mali, ein Restaurant in Bangkok, und schon ging es mit dem Zug nordwärts. Nicht dass das Nachtessen vor dem Zuggang nötig gewesen wäre - die thailändische Minibar ist im Angebot sehr reichhaltig. Von gegrillten Hühnerfüssen über frittierte Schweineohren ist alles zu haben.

Geschlafen habe ich prächtig (Bier sei dank) und am nächsten Morgen überquerten wir die Friendship Bridge nach Laos. Natürlich gab es wieder das übliche Spässchen mit dem Papierkram am Zoll. Ich habe mich schon oft gefragt, was sie mit dem ganzen Papierberg machen. Gibt es vielleicht am Ende des Monats einen kleinen Grillplausch? Ich werde es wohl nie erfahren.

Vang VienIn Vientiane am Busstop angekommen, liessen wir uns sofort einen Minibus nach Vang Vieng andrehen. Der doppelte Preis hat sich eindeutig gelohnt - wir ersparten uns drei Stunden in einem überfüllten Bus. In Vang Vieng angekommen schauten wir uns für ein Hotel um. Ein Hotel, welches uns empfohlen wurde gerade umgebaut. Wir fanden ein anderes quer über die Strasse, welches erst vor kurzem eröffnet worden ist. Für schlappe 6U$ die Nacht erhielten wir ein riesiges Zimmer mit drei Betten.

In Vang Vieng gibt es drei Dinge die man manchen kann:

  1. In einem der vielen Bars berauscht Friends (eine Serie) schauen, bis einem schlecht wird
  2. Berauscht auf einem Lastwagenreifen den Fluss runter gondeln
  3. Nüchtern Klettern gehe

Marina is rock climbingSich am Tag zu berauschen muss nicht unbedingt sein, also blieb uns nur noch die Option Klettern. Wir meldeten uns bei für einen eintägigen Einführungskurs bei Green Discovery an. Die sind auch im Lonely Planet (LP), ein Reiseführer. Wie dumm kann man eigentlich nach fast 2 Jahre reisen sein? Des Traveller’s Mantra ist doch: Meide Anbieter, welche im LP hochgelobt werden. Naja, so schlimm war es nicht, aber es hätte durchaus besser sein können. Der Typ vom Booking office erzählte uns das Blaue vom Himmel (da  hätten wir es ja auch merken können) und unser Guide kletterte selbst erst seit 3 Monaten und konnte uns auch nicht so richtig viele Tips geben. Immerhin hatten wir einen erfahrenen Mitkletterer, welcher keinen Buddy gefunden hatte und so mit uns mit kam - er war sehr viel hilfreicher als unser Guide. So genug gejammert, es hat ja Spass gemacht und es gibt ja auch noch genügend andere Anbieter. Die haben wir dann tags darauf trotz Muskelkater auch in Anspruch genommen.

StromschnelleDann war es wieder schon wieder Zeit zur Rückreise. Nur Busfahren wäre ein bisschen zu langweilig gewesen. Deshalb legten wir einen Teil der Strecke mit dem Kajak zurück. Kapitän Peach meisterte dann auch als einziger (inklusive Guides) die eine Stromschnelle, ohne zu kentern. Dummerweise landete er mit seiner Crew (Marina) auf der falschen Flussseite. Kein Problem für den unerschrockenen Capt’n, der das Boot an der Flussseite hochpaddelte und dann mit Höchstgeschwindigkeit quer in den reissenden Strom manövrierte. Der gewifte Leser kann sich das Resultat dieser Aktion bestimmt selber vorstellen.

Zum Schluss unseres Ausfluges genossen wir noch zwei Tage in Vientiane. Natürlich mit viel Baguette  und einen schönen Tag am Pool wo ich mich mal wieder im Schwimmen versuchte. Das Resultat im Vergleich mit Marina war natürlich kläglich.

Für die Rückreise hatten wir uns Tickets Zweiter  Klasse geleistet. Der Liegewagen war doch bedeutend bequemer, als die ganze Nacht in einem Sessel zu verbringen.

Bilder findet ihr wie immer hier, oder klickt einfach auf eines der Bilder.

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