Archipelago cruise
Nun war es an der Zeit unsere 1′000′000.- teure Luxus Kreuzfahrt anzutretten. Die indonesische Rupiah ist leider nicht sehr viel wert und so hielt sich der Komfort in Grenzen. Von den Gillis ging es mit einer normalen Faehre nach Lombok. Dort erwarteten uns bereits diverse Kutschentaxis, welche uns zu einem horrenden Preis zu unserem Bus bringen sollte.
Tja, der Bus war natuerlich in 10 Minuten zu ereichen - natuerlich wird dies gerne verschwiegen. An der Bushaltestelle muessen wir eine Stunde warten, bis unser Bus ankommt. Auch hier versuchen wird man 60 Minuten lang mit prikelnden Angeboten versorgt. Alle waren froh, als der Bus schliesslich doch noch kam und die Reise fortgesetzt werden konnte. Nach einer halbtaegigen Busfahrt quer durch Lombok und einem fantastischen Mittagessen in einem unscheinbaren Restaurant in einer namenlosen Stadt, kommen wir im Hafen Stadtchen Sampoerna an, welches etwa so prickelnd wie Semporna ist - womoeglich ist der Name schuld.
Die Bootcrew war sehr angenehm und brachte unsere Bestellungen fuer die Reise aufs Boot - mit einer kleinen Verspaetung von nur einer Stunde. Unsere Mitreisenden, aus England, Deutschland, Oestereich, Tschechien und natuerlich die Crew aus Indonesien, waren alle sehr angenehm. So verliessen wir den Hafen kurz nach der Daemmerung und bekammen ein leckeres Essen serviert.
Und dann sahen wir die Sterne…
Diejenige, welche einmal eine Nacht in den Bergen verbracht haben, weit weg von jeder Stadt und jedem Licht, wissen was ich anspreche. Es wird ploetzlich verstaendlich wieso die Milchstrasse ihren Namen traegt.
Und dann kamen die Sternschnuppen…
Matt und ich tranken gemuetlich unser Bier hoerten Oasis und diskutierten mit den Mitreisenden ueber Gott und die Welt und luegten uns, so gut es ging, an. Und dann sahen wir die Sternschnuppe - zuerst klein, dann immer groesser. Wir sahen sie bereits fuer fuenf Sekunden, und sie wurde immer groesser. Als sie schon fast schon unertraeglich nah war, explodierte sie und zersplitterte in zwei Teile, welche nun auf getrennten Wegen der Erde entgegenstuerzten und verglueten. Alle waren fasziniert von diesem unglaublichen Schauspiel.
Auf unserem Weg nach Osten machten mir den einen oder den anderen Halt um zu schnorchel oder einen Salzsee fuer 10′000.- Rupiahs zu besichtigen. Dabei entstanden diverse Probleme. Unsere lieben Verkauefer auf den Gillis leben natuerlich von den Kommisionen und sind darauf angewiesen, genuegend dieser Trips jeden Monat zu verkaufen, damit sie auch was zum Essen haben. Also verkaufen sie diese Trips als All-Included - was nicht stimmt. Ich und viele meiner Mitreisenden weigerten sich den Salzsee zu besuchen und dafuer 10′000.- Rupiahs zu bezahlen (ca. 1.- CHF), eigentlich laecherlich, aber ich hatte keinen Bock darauf und ich fand die Diskussion welche entstand auch sehr witztig. Am Schluss wollten sie uns die 10′000.- Rupiahs auch fuer das Schwimmen im Meer abknoepfen, da es sich ja schliesslich um einen Nationalpark handelt. Nach endlosen Diskussionen und kleinen Gehaessigkeiten verliessen uns die Parkranger und ein Teil der Crew und so konnten wir endlich mit unseren Masken und Flossen, einem Silk und einem Koeder bewaffnet auf Fischfang gehen. Leider waren die Drueckerfische nicht sehr an unseren Brotkoedern interessiert. Spass hat es trotzdem gemacht.
So verbrachten wir einige Tage auf dem Meer und langsam aber sicher wuenschten alle den Tod von den zwei Huehner an Board. Diese waren unsere einzige Fleischreserve - mit dem Fischen hatte es ja leider nicht so geklappt . Nach einigen Tagen vegetarischer Ernaehrunge wollten einige von uns mal wieder was richtiges auf dem Teller. So kam es dass unsere Huhn #1 sein Leben lassen musste um unsere Maegen zu erfreuen. Es war super lecker :-)
Am dritten Tagen kamen wir in Komodo an. Beruehmt fuer die Komodowarane - oder Drachen in Englisch. Gewaltige, urtuemliche Tiere welche einen sehr gemuetlichen Eindruck machen. Dieser Eindruck taeuscht - drei Wochen bevor wir in Komodo ankamen wurde ein Tourist gibissen und erlag seinen Wunden. So remember- do not mess with them!
Am naechsten Tag stand einen Besuch in Rinca an. Eine weitere Insel mit Komodowaranen und eine schoene Wanderung. Hier sahen gab es noch mehr Warane als auf Komodo Island zu sehen. Die Wanderung ueber die Insel war super schoen, aber auch ein bisschen anstrengend, wie ihr auf dem Bild links erkennen koennt - und meine Fuesse waren zu diesem Zeitpunkt ziemlich zerstoert. Dieser Stop in Rinca war unser letzter Halt bevor wir in Flores, unserer Zieldestination, Labuan Bajo, ankammen. Zu diesem Zeitpunkt musste auch unser Huhn #2 ueber die Kante springen. Moege es im Huehnerhimmel ruhen :-)
Bilder gibt es hier und falls ihr wissen moechtet wo Flores liegt, hier findet Ihr eine Karte.