Surfing Lembongan
Tauchen auf Nusa Lembongan war super. Am letzten Nachmittag liess ich mich doch noch zum Surfen hinreissen, waehrend Marina eine Fahrradtour unternahm. Ein Board war schnell gemietet und auch ein Fischer, welcher uns mit dem Boot zum Playground (Surfspot 300m Offshore) brachte. Die Wellen waren ganz nett (wie auf den Bildern zu sehen) und die Jungs, die darauf ritten, sahen ganz entspannt aus. Kann ja nicht so schwer sein.
Die erste Welle verpasste ich. Die zweite auch. Also gut, ich schwamm weiter zur Mitte. Die naechste Welle erwischte ich und es ging ganz schoen ab. Ich ritt hoch oben und die Welle tuermte sich immer staerker auf. Schliesslich brach sie und ich viel vom Brett, vor den Wellenberg. Das waere ja weiter nicht schlimm, haette die Ebbe nicht bereits eingesetzt. So war das Wasser nur zwanzig Zentimeter tief und der Untergrund; ein Korallenriff. Ich spuerte wie ich ein paarmal auf dem Boden aufschlug, dan war ich der Waschmaschine fuer’s erste entkommen. Schnell zurueck aufs Brett und raus aus den ueberschlagenden Wellen. Leichter gesagt als getan. Nach zwei Crawlbewegungen kam bereits die naechste Wellenwand auf mich zu gedonnert und begrub mich unter sich. Natuerlich versuchte ich untendurch zu tauchen. Ist bei flachem Wasser leider nicht so einfach. Also war ich wieder in der Waschmaschine und wurde ueber das Riff gerissen. Auftauchen, crawlen, Waschmaschine; auftauchen, crawlen, Waschmaschine. Dann war ich draussen.
Ich war geschafft, aber ist ja nichts passiert. Ich schwamm zum Relaxfloss. Bestandesaufnahme: Das linke Bein war blutueberstroemt, rechte Hand hatte kleine Kratzer, bloss oberflaechlich. Von den richtigen Surfer (dazu zaehl ich mich nun definitiv nicht) bekam ich den prikelnden Tipp die Wunden mit der Zahnbuerste und Zitronensaft zu reinigen. Diesen Hinweise erhielt ich ein wenig spaeter nochmals von einem Einheimischen. Gesagt getan - Zitrone und Zahnbuerste gekauft und los ging’s. Die Prozedur hatte ich mir einiges schmerzvoller vorgestellt. Vielleicht war es auch noch das Adrenalin in meinen Adern. Genutzt hat es jedenfalls.
Am naechsten Tag verliessen wir die Insel auf einem Boot, welches fuer sechs Personen gemietet wurde - zwoelf befanden sich schlussendlich darauf. Den einen war es nicht mehr ganz geheuer. Andere konnten noch immer lachen.