Nusa Lembongan und der Mola Mola
Reisen mit Tauchen verbinden ist eine gute Idee. So liessen wir uns mit einem winzigen Speedboat zum Tauchen nach Nusa Lembongan schippern. Hier gab es mittelstarke Stroemungen, welche einen ueber den Meeresboden schiessen lies. Die Korallen waren farbenpraechtig und das Wasser hatte angenehme 29 Grad. Da liess ich den Tauchanzug gerne auf dem Boot. Beim zweiten Tauchgang sackte die Temperatur jedoch urploetzlich auf 21 Grad ab - schweinisch kalt! Jetzt hiess es die Zaehne zusammenbeissen und auf eine warme Stroemung zu hoffen. Das Glueck war mir leider nicht hold. Nach drei Tauchgaengen wurden wir, mit allem Gepaeck, auf der Insel abgesetzt. Auf einer abenteuerlichen Motoradfahrt durchquerten wir die Insel (in 10 Minuten, soviel zur Inselgroesse). In einem wunderschoenen neuen Resort fanden wir ein freies Bungalow. Der dazugehoerende Strand, mit dem treffenden Namen Dream Beach, versuesste uns den Aufenthalt zusaetzlich.
Nach einem Tag faulenzen, war es endlich so weit. Mit etwas Glueck sollten wir heute zum erstenmal Mantas sehen. Mit dem Speedboat ging es in den Sueden der Insel. Auf dem Weg dorthin, wurden die Klippen zu unsere Linken immer groesser und im Meer gab es immer wieder eigenartige Inselboegen. Schade war der Fotoapparat zu Hause geblieben. Kaum angekommen zwaengten wir uns in unsere Anzuege und runter ging’s. Nach 20 Meter sahen wir schon die ersten Mantas. Majestaetisch! Wir beobachten sie, wie sie ihre Kreise zogen und tauchten nach einer Stunde wieder gluecklich an der Oberflaeche auf.
Den zweiten Tauchgang machten wir in Crystal Bay. Dort gibt es den seltenen Mondfisch (Mola Mola) zu sehen. Dafuer ist die Insel bekannt, aber niemand hatte in den letzten Wochen einen Mola Mola gesehen. Wir waren bereits gluecklich mit den Mantas und erwarteten nicht mehr allzuviel. Es war schweinisch kalt und nicht sehr spektakulaer. Wir gingen auf 36 Meter runter, in der Hoffnung vielleicht doch noch einen Mola Mola zu sehen. Ich kam der Nichtdekompressionslimite rasch naeher. 4 Minuten, 3 Minuten, 2 Minuten und in diesem Moment tauchte der riesige Fisch vor uns auf. Schnell die Luft checken - mehr als genug vorhanden auch fuer die Dekostopps. Nun hiess es den urchigen 3 Meter Fisch geniessen. Leider waren wir nicht die einzigen Taucher, welche den Mola Mola entdeckten. Die Fotografen schossen wie Torpedos auf den armen Fisch zu, um ihn mit der Kamera zu erledigen. So verwunderte es nicht weiter, dass er nach fuenf Minuten das Weite suchte. Was fuer uns auch nicht schlecht war, denn es war an der Zeit wieder an die Oberflaeche zurueck zu kehren.