Archive for October, 2007

Surfing Lembongan

Tauchen auf Nusa Lembongan war super. Am letzten Nachmittag liess ich mich doch noch zum Surfen hinreissen, waehrend Marina eine Fahrradtour unternahm. Ein Board war schnell gemietet und auch ein Fischer, welcher uns mit dem Boot zum Playground (Surfspot 300m Offshore) brachte. Die Wellen waren ganz nett (wie auf den Bildern zu sehen) und die Jungs, die darauf ritten, sahen ganz entspannt aus. Kann ja nicht so schwer sein.

Die erste Welle verpasste ich. Die zweite auch. Also gut, ich schwamm weiter zur Mitte. Die naechste Welle erwischte ich und es ging ganz schoen ab. Ich ritt hoch oben und die Welle tuermte sich immer staerker auf. Schliesslich brach sie und ich viel vom Brett, vor den Wellenberg. Das waere ja weiter nicht schlimm, haette die Ebbe nicht bereits eingesetzt. So war das Wasser nur zwanzig Zentimeter tief und der Untergrund; ein Korallenriff. Ich spuerte wie ich ein paarmal auf dem Boden aufschlug, dan war ich der Waschmaschine fuer’s erste entkommen. Schnell zurueck aufs Brett und raus aus den ueberschlagenden Wellen. Leichter gesagt als getan. Nach zwei Crawlbewegungen kam bereits die naechste Wellenwand auf mich zu gedonnert und begrub mich unter sich. Natuerlich versuchte ich untendurch zu tauchen. Ist bei flachem Wasser leider nicht so einfach. Also war ich wieder in der Waschmaschine und wurde ueber das Riff gerissen. Auftauchen, crawlen, Waschmaschine; auftauchen, crawlen, Waschmaschine. Dann war ich draussen.

Ich war geschafft, aber ist ja nichts passiert. Ich schwamm zum Relaxfloss. Bestandesaufnahme: Das linke Bein war blutueberstroemt, rechte Hand hatte kleine Kratzer, bloss oberflaechlich. Von den richtigen Surfer (dazu zaehl ich mich nun definitiv nicht) bekam ich den prikelnden Tipp die Wunden mit der Zahnbuerste und Zitronensaft zu reinigen. Diesen Hinweise erhielt ich ein wenig spaeter nochmals von einem Einheimischen. Gesagt getan - Zitrone und Zahnbuerste gekauft und los ging’s. Die Prozedur hatte ich mir einiges schmerzvoller vorgestellt. Vielleicht war es auch noch das Adrenalin in meinen Adern. Genutzt hat es jedenfalls.

Am naechsten Tag verliessen wir die Insel auf einem Boot, welches fuer sechs Personen gemietet wurde - zwoelf befanden sich schlussendlich darauf. Den einen war es nicht mehr ganz geheuer. Andere konnten noch immer lachen.

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Fun Dive #1

Was machen polytoxikomanische Tauch-Junkies wenn sie schachsuechtig werden?

Was jetzt noch fehlt ist ein guter Drink…

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Nusa Lembongan und der Mola Mola

Nusa LembonganReisen mit Tauchen verbinden ist eine gute Idee. So liessen wir uns mit einem winzigen Speedboat zum Tauchen nach Nusa Lembongan schippern. Hier gab es mittelstarke Stroemungen, welche einen ueber den Meeresboden schiessen lies. Die Korallen waren farbenpraechtig und das Wasser hatte angenehme 29 Grad. Da liess ich den Tauchanzug gerne auf dem Boot. Beim zweiten Tauchgang sackte die Temperatur jedoch urploetzlich auf 21 Grad ab - schweinisch kalt! Jetzt hiess es die Zaehne zusammenbeissen und auf eine warme Stroemung zu hoffen. Das Glueck war mir leider nicht hold. Nach drei Tauchgaengen wurden wir, mit allem Gepaeck, auf der Insel abgesetzt. Auf einer abenteuerlichen Motoradfahrt durchquerten wir die Insel (in 10 Minuten, soviel zur Inselgroesse). In einem wunderschoenen neuen Resort fanden wir ein freies Bungalow. Der dazugehoerende Strand, mit dem treffenden Namen Dream Beach, versuesste uns den Aufenthalt zusaetzlich.

Nach einem Tag faulenzen, war es endlich so weit. Mit etwas Glueck sollten wir heute zum erstenmal Mantas sehen. Mit dem Speedboat ging es in den Sueden der Insel. Auf dem Weg dorthin, wurden die Klippen zu unsere Linken immer groesser und im Meer gab es immer wieder eigenartige Inselboegen. Schade war der Fotoapparat zu Hause geblieben. Kaum angekommen zwaengten wir uns in unsere Anzuege und runter ging’s. Nach 20 Meter sahen wir schon die ersten Mantas. Majestaetisch! Wir beobachten sie, wie sie ihre Kreise zogen und tauchten nach einer Stunde wieder gluecklich an der Oberflaeche auf.

Mola MolaDen zweiten Tauchgang machten wir in Crystal Bay. Dort gibt es den seltenen Mondfisch (Mola Mola) zu sehen. Dafuer ist die Insel bekannt, aber niemand hatte in den letzten Wochen einen Mola Mola gesehen. Wir waren bereits gluecklich mit den Mantas und erwarteten nicht mehr allzuviel. Es war schweinisch kalt und nicht sehr spektakulaer. Wir gingen auf 36 Meter runter, in der Hoffnung vielleicht doch noch einen Mola Mola zu sehen. Ich kam der Nichtdekompressionslimite rasch naeher. 4 Minuten, 3 Minuten, 2 Minuten und in diesem Moment tauchte der riesige Fisch vor uns auf. Schnell die Luft checken - mehr als genug vorhanden auch fuer die Dekostopps. Nun hiess es den urchigen 3 Meter Fisch geniessen. Leider waren wir nicht die einzigen Taucher, welche den Mola Mola entdeckten. Die Fotografen schossen wie Torpedos auf den armen Fisch zu, um ihn mit der Kamera zu erledigen. So verwunderte es nicht weiter, dass er nach fuenf Minuten das Weite suchte. Was fuer uns auch nicht schlecht war, denn es war an der Zeit wieder an die Oberflaeche zurueck zu kehren.

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