Nach fast zwei Jahren Asien haben wir den Kontinent gewechselt. Somit ist der Blog Titel Marina & Peach’s Asia Tour 2007 - 2009 obsolet geworden und wird nach Marina & Peach’s World Tour 2007 - 2009 umbenannt. Wohin hat es uns verschlagen? Nach einem Flug von Bangkok über Taipeh sind wir in Los Angeles, einer amerikanischen Grossstadt, gestrandet und haben eine Nacht im Hotel Hacienda in der Nähe des Flughafens verbracht. Die Einreise hat sich als absolut unproblematisch erwiesen. Im Vorfeld hatte ich einige Bedenken, im Anbetracht der vielen Stempel in meinem Pass.
Am nächsten Tag flogen wir weiter nach Denver. Unser Flugzeug von United Airlines hatte jedoch ein technisches Problem und so mussten wir es nach dem Besteigen auch gleich wieder verlassen. Dieser Panne haben wir schlussendlich unseren treuen Ruedi zu verdanken, und das kam so: In der Abflughalle für unser Ersatzflug gab es einen Selecta-Automaten. Bei den schweizerischen Modellen gibt es rund um die Uhr, nach dem Einwurf von einigen Münzen, Schoggistängeli, Zigaretten und weitere sündhafte Kleinigkeiten zu kaufen. Die amerikanischen Automaten überragen die Schweizerischen nicht nur in der Grösse, nein auch das Sortiment ist deutlich gehoben. So gibt es dort neben den neusten iPods von Apple (ein Computerhersteller) auch Playstations, Kopfhörer und Navigationssystem zu kaufen - bezahlt wird natürlich nicht mit Münz sondern mit Plastik. Da konnte ich nicht wiedererstehen und kaufte ein GPS aka. Ruedi. Natürlich gab es ein bisschen Schelte, als ich mit Ihm auftauchte. Aber da der Ruedi so ein süsses, kleines Ding ist, ward dies schnell vergessen.
Kaum zurück in Bangkok, von unserer Reise nach Laos, heisst es schon wieder die Koffern packen. So schlimm war es natürlich nicht. Wir hatten ganze zwei Tage bei Yvonne zu Hause um uns mental auf unseren Malediven Trip vorzubereiten. Das heisst, mindestens zwei Stunden Tennis an der Wii (ich kam richtig ins Schwitzen), ins Kino gehen, ein bisschen shoppen, ausgehen und essen. Nach zwei Tagen war es dann soweit und wir trafen einen Teil unserer hauptsächlich englischen (ein paar Schotten waren wohl auch dabei) Reisegruppe in Bangkok am Flughafen. Der Rest der english crowd flog direkt aus Britannia ein. Nach einem ereignislosen Flug via Singapur kamen wir abends in Male an. Dort übernachteten wir eine Nacht in einem ortstypischen Hotel. Da es der Insel an Platz mangelt, sind die Häuser nicht sonderlich gross, werden aber zehn Stockwerke in die Höhe gebaut.
Am nächsten Morgen früh wurden wir wieder abgeholt und mit all unserem Gepäck auf das Boot, die MV Keyif, gebracht. Wir hatten eine wunderschöne Doppelbett Kabine im Achterschiff, natürlich mit Klimaanlage. Zala, unser Divemaster und Mitbesitzer des Bootes, und seine Crew bereiteten uns einen schönen Empfang (mit Apéro selbstverständlich). Damit war schon mal klar, wie die nächsten Tage aussehen sollten: Essen, tauchen, essen, tauchen, essen, tauchen, essen, trinken, schlafen. Read the rest of this entry »
Zurück von unseren Tauchferien machten wir einen kurzen Zwischenhalt bei Yvonne in Bangkok. Schnell umpacken, ein Zugticket für Nong Khai (Dritte Klasse) kaufen, ein paar Runden Wii Sportsdaddeln, Nachtessen in The Mali, ein Restaurant in Bangkok, und schon ging es mit dem Zug nordwärts. Nicht dass das Nachtessen vor dem Zuggang nötig gewesen wäre - die thailändische Minibar ist im Angebot sehr reichhaltig. Von gegrillten Hühnerfüssen über frittierte Schweineohren ist alles zu haben.
Geschlafen habe ich prächtig (Bier sei dank) und am nächsten Morgen überquerten wir die Friendship Bridge nach Laos. Natürlich gab es wieder das übliche Spässchen mit dem Papierkram am Zoll. Ich habe mich schon oft gefragt, was sie mit dem ganzen Papierberg machen. Gibt es vielleicht am Ende des Monats einen kleinen Grillplausch? Ich werde es wohl nie erfahren.
In Vientiane am Busstop angekommen, liessen wir uns sofort einen Minibus nach Vang Vieng andrehen. Der doppelte Preis hat sich eindeutig gelohnt - wir ersparten uns drei Stunden in einem überfüllten Bus. In Vang Vieng angekommen schauten wir uns für ein Hotel um. Ein Hotel, welches uns empfohlen wurde gerade umgebaut. Wir fanden ein anderes quer über die Strasse, welches erst vor kurzem eröffnet worden ist. Für schlappe 6U$ die Nacht erhielten wir ein riesiges Zimmer mit drei Betten.
In Vang Vieng gibt es drei Dinge die man manchen kann:
In einem der vielen Barsberauscht Friends (eine Serie) schauen, bis einem schlecht wird
Berauscht auf einem Lastwagenreifen den Fluss runter gondeln
Endlich hatte ich ein bisschen Zeit um aus all den Videoaufnahmen von Burma und den Similans, einen einigermassen ansehlichen Clip zu basteln. Viel Spass!
Die Similan Inselgruppe besteht aus neun kleinen Inseln und ihr Name leitet sich vom malaysischen Wort sembilan ab, was soviel wie neun bedeutet. Nach unserem Entspannungstag wurden wir um sechs Uhr morgens von einem Taxi abgeholt und auf den Fliegenden Teppich verfrachtet. Nach einer kurzen Fahrt nach Koh Chang nahmen wir Kurs auf den weltberühmten Richelieu Rock. Zurecht wird dieser versunkene Felsen mitten im Meer, zu den schönsten Tauchplätze dieser Erde gezählt. Beim ersten Tauchgang war es dann auch ziemlich voll - fünf oder sechs andere Boot gefüllt mit Taucher. Nichtsdestotrotz, der Tauchgang war sehr schön und wir kamen ein weiters mal in den Genuss von Geisterpfeifenfische. Ein grosser Schwarm Barrakudas zog seine Kreise und riesige Schwärme von kleineren Fischen versteckten sich im Schutz des Felsens. Diesen Ort könnte ich noch hundertmal Tauchen. Beim zweiten Tauchgang waren wir dann allein. Dannach schipperten wir weiter in den Süden. Da soll es auch ganz schön sein.
Neuer Tag, neuer Ort, neues Glück. Wir tauchten Koh Tachai - noch waren wir nicht im Similan Nationalpark. Trotzdem war es wunderbar, wir sahen die ersten Mantarochen auf diesem Trip. Majestätisch schwebten die bis zu 5m grossen Tiere über und an uns vorbei. Neugierig kamen sie näher, beäugten uns und machten einen eleganten Bogen um uns herum. In Koh Bon war die Manta Show noch beeindruckender. Da hatten wir sie fast den gesamten Tauchgang um uns herum. Am Abend desselben Tages wurden wir noch Zeuge einer partialen Sonnenfinsternis. Wie wenn das Tauchen noch nicht genug gut gewesen wäre.